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Testbericht MTB-Handschuhe, Roeckl Sports

10. Mai 2022
Roeckl, Sports, Isar Grey

Handschuhe sind beim Mountainbiken ein wichtiges Accessoire. Als Mountainbiker hat man sicher auch seinen eigenen Style und setzt oft auf Langfinger-Modelle. Im Sommer sind aber die Kurzfinger-Handschuhe die beliebteren Modelle, allein schon wegen der Temperaturen. So oder so steht der Schutz vor oberflächlichen Verletzungen an der Hand und die Kontrolle am Lenker an erster Stelle. Wer schon mal ohne Handschuhe gefahren und dann mit schweißnassen Händen vom Lenker gerutscht ist, kennt diese Schrecksekunde(n), die leider auch nicht immer sturzfrei ausgehen.

Es geht also um Halt am Lenker, robuste und gepolsterte Handflächen, atmungsaktives Material bzw. gute Belüftung und Schutz der Hände. Letzteres wird auch oft durch Kunststoffverstärkungen an den Knöcheln und Finger-Oberseiten erreicht.

Jetzt hat man die Qual der Wahl und kann wenige Euro beim Discounter ausgeben oder doch 30€ und mehr für Markenhersteller. Ich habe mich dieses Mal für ein Paar der Marke Roeckl, Isar grey entschieden. Roeckl, Sports, Isar GreyWie das so bei mir ist, ist das erste Gefühl sehr wichtig für mich und als ich das Paar das erste Mal angezogen hatte, wusste ich, das sind die Richtigen. Die haben gepasst, schmiegten sich gut an die Hand an und fühlten sich optimal an und das alles, ohne das ich etwas über Material o.ä. wusste.

Die Details sind dann folgende:

Die Handschuhe verfügen weiterhin über die hochwertige BIOXCELL Polsterung, welche vor Erschütterungen und Vibrationen schützt und somit das Einschlafen der Hände vermindert. Ein neuer Klettverschluss und ein farbenfrohes Design runden das Paket ab.

Details:

  • Oberhand aus elastisches Material für eine optimale Passform
  • Mesh-Einsätze für eine gute Belüftung
  • Innenhand aus robustem DIGITAL CARBON FIBER sorgt für einen sicheren Griff
  • Frotteedaumen
  • Quick-Pull Ausziehhilfe
  • Anziehhilfe
  • Airvent Belüftungssystem an der Innenhand
  • ergonomische BIOXCELL Polsterung gegen Erschütterungen und Vibrationen
  • zweistufiges anatomisches Gelkissen an der Innenhand verhindert das Einschlafen der Hände
  • Klettverschluss am Bündchen
  • atmungsaktiv
  • schnell trocknend

Material: 36% Polyurethan, 33% Polyester, 24% Polyamid, 7% Elasthan

BIOXCELL:

Während des Radfahrens schlafen häufig die Hände ein. Das BIOXCELL Gelpolster im Handballenbereich schützt die Handnerven und absorbiert die Vibrationen des Lenkers. Die starke Polsterung korrigiert die Handhaltung und reduziert den Druck auf Sehnen und Nerven, um so einen möglichst hohen Tragekomfort zu bieten. Soweit die Theorie.

DIGITAL CARBON FIBER:

Hochwertiges Innenhandmaterial, das auch im nassen Zustand (ab)rutschsicher ist und durch seine Elastizität eine sehr gute Passform bietet.

Fazit:

Die Handschuhe der Marke Roeckl habe ich bei Wind und Wetter genutzt, sie sind schmutzig geworden, nass und verschwitzt, aber haben auch das ein oder andere aushalten müssen. Ich finde, bei offenen Finger-Handschuhen kann man nicht viel über Atmungsaktivität sagen oder gute Belüftung. Meist ist der Schweiß das eigentliche Problem, denn ein Abrutschen vom Lenker kann fatale Folgen haben und davor hat mich der Handschuh immer bewahrt. Er hat einen sehr guten Sitz, gibt Halt und schützt die Hände vor den häufigsten Verletzungen. Das ist gut, fordert aber auch seinen Tribut des Materials. Relativ schnell habe ich auf der Handinnenseite gemerkt, dass sich die obere Gummierung löst bzw. abgenutzt wird. Das war nicht viel, mehr ist auch nicht passiert, aber ich denke, das sollte dann doch nicht so schnell gehen.

Letztlich habe ich nicht bereut, die 35€ ausgegeben zu haben, denn neben seiner Funktion, sind auch die kleinen Dinge gut. Der Klettverschluss hält dauerhaft, Nähte gehen nicht auf und die Handschuhe lassen sich durch die kleinen Schlaufen auf den Fingern gut ausziehen.

Kaufempfehlung:

Ja, kann ich empfehlen. 34,95€ sind viel Geld für ein Paar Finger-Handschuhe, aber es lohnt sich und die Abnutzung scheint sich nur auf die oberflächliche Gummierung zu beschränken. In der Preisklasse halten die Handschuhe auch länger, als nur eine Saison, die jetzt problemlos starten kann. Was das Einschlafen der Hände angeht, habe ich keinen Unterschied feststellen können, dafür spielen auch zu viele andere Faktoren hier rein.

Eingeschlafene Hände beim Mountainbiken

1. April 2022

Wer kennt es nicht und bei meinen Fahrtechniktrainings treffe ich immer wieder auf Menschen, die darüber klagen, dass ihnen die Hände oder Finger einschlafen.

Wenn es keinen anderen medizinischen Grund gibt, dann liegt es beim Radfahren meist an gereizten Nerven, aber warum ist das so und wie kann ich das vermeiden?

Das ist pauschal schwierig zu beantworten und kann mehrere Gründe haben. Die Hände sind wichtige Kontaktpunkte und das Gewicht des Oberkörpers stützt sich über die Hände auf dem Lenker. Was also kann einschlafende Hände auslösen und was kann man tun?

Die Geometrie des Bikes:

Ein wichtiger Punkt ist die Einstellung des Rades auf den Fahrer. Dazu gehört z.B. die Rahmengröße, Entfernung des Sattels zum Lenker, Länge des Vorbaus, Position der Bremshebel. Die ersten drei Einstellungen haben Einfluss auf die Position bzw. den Winkel des Oberkörpers. Bei einer sehr sportlichen Sitzposition, also nach vorne gebeugt ist der beständige Druck auf die geringe Grifffläche höher und erzeugt eine Druckbelastung, die die Nerven reizen kann. Eine aufrechtere Sitzhaltung minimiert dann schon den Druck.

Haltung und Handposition:

Neben der Geometrie ist die Haltung der Hand ein Kriterium. Ist die Hand abgewinkelt, komprimiert das Nerven, Sehnen und Arterien. Verstärkt wird das noch durch falsch montierte Bremshebel, die, wenn Sie hochgestellt montiert sind, das Handgelenk überstrecken. Die Bremsen müssen so stehen, dass, wenn man die Finger ausstreckt, sie dem Arm in einer Linie folgen, also leicht nach unten geneigt.

Lenker und Griffe:

Ergonomische Griffe können auch helfen und hier gibt es verschiedene Dämpfungen, die den Druck auf die Grifffläche verringern sollen. Es gibt die meisten Ausführungen aus Gummi, Gel oder Kraton (Elastomer), die sicher unterstützend wirken. Zusätzlich zu den Griffen kann man auch einen anderen Lenker nutzen, denn die geraden Versionen können ein seitliches Überstrecken der Handgelenke begünstigen. Lenker mit einer sog. Biegung haben zumindest eine leichte Kröpfung von 5 oder 6 Grad nach hinten, was die Position der Hand verändert und sich ebenfalls positiv auswirken kann.

Sollte man keinen gewinkelten Lenker wollen, kann man auch Hörnchen am Lenkerende einsetzen. Diese bieten den Vorteil, dass man die Hand beim Fahren um 90° drehen kann und durch das Umgreifen entlastet. Hier aber aufpassen, bei einem möglichen Sturz können diese Hörner zu Verletzungen führen.

Verkrampfung:

Ich habe bei meinen Trainings festgestellt, dass viele Biker ziemlich verkrampft fahren und sich am Lenker „festkrallen“, was auch Einfluss hat und nicht nötig ist. Ein Mountainbike lässt sich meist mit einem lockern Griff steuern, hier braucht es aber Gefühl für das eigene Bike, dann entlastet auch das die Hände.

Kraft:

Es ist auch so, dass, wenn ich ordentlich Kraft in den Beinen habe, ich auch entspannter am Lenker bin. Dann zieht man nicht so sehr am Lenker, weil die Beine den Vorschub leisten, und wieder hat man eine entspannende Komponente für die Hände.

Fazit:

Es dreht sich also um Druck auf die Hände und eine natürliche Haltung. Beginnen sollte man mit den Einstellungen seines Bikes und prüfen, ob es passt und ergonomisch deinem Fahrstil angepasst ist. Es soll einem nichts weh tun, weder Nacken noch Knie oder Hände, sonst stimmt etwas nicht. Das Handgelenk muss in der natürlichen und ergonomisch optimalen Position gehalten werden, ohne dass es abknickt. Durch kleinere oder größere Änderungen kann man viel erreichen und dann macht das Biken auch richtig Spaß.

Sollten trotz allem die Beschwerden nicht weggehen, bitte unbedingt einen Arzt zur Abklärung aufsuchen.

Testbericht MTB-Flatpadel Schuhe Etnies Screw Vulc Mid X RAD

7. Februar 2022

Für manche gehört diese Marke wohl zu den eigenen Jugenderinnerungen, denn Etnies ist eine Kultmarke aller Skater und BMXer. Optisch ist dieser Schuh im Sneaker-Style gehalten und könnte auch im Alltag getragen werden. 

Noch neu, sauber und ungenutzt.

Einen Flatpadel Schuh zu fahren an Stelle von Clicks war für mich eine bewusste Entscheidung, aber auch ganz neu. Clicks hatten sicher Vorteile und das Bike war dadurch immer fest mit den Schuhen verbunden, bot Zug im Berg und ein gutes Gefühl beim Fahren. Sobald es aber technisch wurde, habe ich die Clicks gelöst, um die Kontrolle zu behalten und habe damit die Verbindung und den Halt zum Rad verloren, was keinen Spaß macht. 

Das hieß für mich, ein Pedalwechsel muss her und damit auch neue Schuhe. Die Entscheidung war richtig und ich bin nach anfänglicher Skepsis jetzt richtig begeistert. Ich habe mich an das neue, geänderte Fahrverhalten gewöhnt und habe jetzt ein richtig gutes Gefühl zu meinem Bike. 

Wichtig ist jetzt die Verbindung zwischen den Flatpadels und den Schuhen. Das muss stimmen, Halt geben und Grip bieten. Die Frage ist dann nur, welcher Schuh passt am besten zu dir und wieviel Geld muss man ausgeben. Ich habe mich für einen Sneaker-Style entschieden, was nur auf das Äußerliche bezogen war, denn viele Modelle gefallen mir einfach nicht und außerdem passt der Style zu mir und meinem Bike. Preis/Leistung muss natürlich auch passen, von daher waren die 90€ für den Etnies Screw Vulc Mid X RAD auch ein gutes Argument. 

Geholfen hat natürlich auch das Testergebnis und die Kaufempfehlung der Mountainbike-Zeitung. Am Ende des Tages zählt dann aber doch die eigene Erfahrung mit dem Schuh, basierend auf dem eigenen Fahrverhalten und dem Terrain, in dem man unterwegs ist. 

Gewicht: 

Laut Hersteller liegt das Gewicht für die Größe 42 bei 834 g. 

An-/Ausziehen: 

Das ist absolut problemlos, man muss lediglich die Schuhriemen lösen, dann kann man den Schuh sehr gut an- und ausziehen. Hier hilft auch der hohe Schaft. 

Passform/Halt: 

Der Schuh scheint kleiner auszufallen, denn meine gewohnte Größe 44 war etwas stramm und ich habe schon überlegt, auf 45 zu wechseln. Die Schuhweite wird mit schmal angegeben, bei breiten Füßen muss man das beachten. Letztlich habe ich das doch nicht gemacht, denn der Schuh hat sich noch etwas geweitet und passt heute perfekt. 

Grip: 

Eine der wichtigsten Eigenschaften ist der Grip. Die Gummisohle gibt beim normalen Gebrauch und Gehen sehr guten Grip. Wird der Boden nass und matschig, ist das Profil schnell überfordert und ein Schieben des Bikes wird dann schnell zur Rutschpartie. Der Halt auf den Flatpadels ist gut, nimmt aber auf Dauer ab. Nach einem Jahr Nutzung stelle ich fest, dass die Sohle bzw. das Profil leidet und damit auch der Grip. Ich stelle fest, dass ich meinen rechten Fuß immer wieder mal korrigieren muss und merke, dass die Verbindung zur Pedale nicht so gut ist, wie am linken Fuß. Bisher ist das nur ein Gefühl, das Fahren ist immer noch ok, aber man erkennt durchaus die Schäden an der Sohle. 

Schäden auf der Sohle

Gehen: 

Der Schuh fühlt sich alltagstauglich an und wenn man es nicht weiß, geht er als Freizeit- oder Sportschuh durch. Die gedämpfte Sohle und das Foam Lite 1 gestanzte EVA-Fußbett bieten den entsprechenden Komfort. 

Reinigung: 

Wenn man so einen Schuh kauft, muss einem klar sein, dass ein helles Leder nicht so pflegeleicht ist und wenn es mal so richtig matschig wird, sieht der Schuh entsprechend aus. Ich habe nach einer Tour die Schuhe immer einfach trocknen lassen und später mit einer gröberen Bürste abgebürstet. Das und bei gröberen Verschmutzungen warmes Wasser zu nutzen, hat bisher immer gereicht. Natürlich muss man das Leder regelmäßig imprägnieren, das schützt vor Schmutz und nassen Füßen. 

Nach der ersten Saison

Abnutzung: 

Die Sohle hat ein sogenanntes Geo Hex-Profil mit 400NBS-Gummimischung, was zwar Komfort beim Gehen mitbringt, aber nach einem Jahr schon Abnutzung zeigt bzw. Schäden am Profil. Mal sehen, was die kommende Saison bringt. 

Der hohe Schaft ist in Blau gehalten und hier zeigt sich durch Striemen und Kratzer in der Farbe, dass der Schuh genutzt wurde und schon den ein oder anderen Rempler mitgemacht hat. Im Moment würde ich sagen, dass sich das alles im Rahmen hält. 

Kaufempfehlung? 

Ein klares Jahr, Preis/Leistung passt einfach und mittlerweile bekommt man den Schuh auch schon günstiger. Neben den ganzen technischen Dingen, die man bewerten kann, ist für mich immer das Gefühl ein wichtiges Argument. Ich fühle mich wohl in dem Schuh, habe die nötige Sicherheit beim Fahren und das Gesamtpaket passt. 

Wanderungen am und zum Westwall

20. Dezember 2020

Der Westwall, ein Monument aus vergangenen Tagen und bei uns in der Eifel doch so präsent. Mit Eifel meine ich den Hürtgenwald bzw. den Süden von Aachen, wo die Reste der Siegfried Linie noch vielerorts zu sehen sind. Stumme Zeitzeugen einer 630km langen Befestigungsanlage, beginnend in Kleve am Niederrhein bis kurz vor Basel an der schweizer Grenze. Bei Aachen kann man sogar zwei Linien des Westwalles sehen, die Scharnhorstlinie und die Schillinie und viele Kilometer Panzersperren, also die Höckerlinien oder auch “Drachenzähne” genannt. 167 km Panzersperren gab es und nach über 80 Jahren seit Baubeginn üben diese Höcker eine magische Anziehungskraft aus.

Wen wundert es, dass es dann so einige Wanderwege auf bzw. zum Westwall gibt und zwei möchte ich heute vorstellen. Beide gehören zu den sogenannten “Kommunale Schätze”, außergewöhnliche Orte im Nationalpark Nordeifel.

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Die erste Wanderung startet in Roetgen am Bahnhof, der Ort, an dem die amerikanischen Truppen 1944 zum ersten Mal den Fuß auf deutschen Boden gesetzt haben. Wir sind den Weg im Uhrzeigersinn gegangen, also erst mal parallel zum Eifelsteig und dieses Stück des 5,5km langen Weges ist wirklich sehr schön mit wunderschönen Ausblicken über Roetgen. Es gibt leider keine eigene Wegmarkierung aber anhand er Karte lässt sich der Weg gut finden. Nach ungefähr der Hälfte des Weges kommt man endlich zum Westwall, einer fünfzügigen Höckerlinie.  Hier sieht man eine aufwändige Konstruktion, die man in NRW nur in Roetgen findet. Die Panzersperre überquert, wie eine Brücke, den Vichtbach und steigt danach in den Münsterwald an. Dieser Anblick ist äußerst imposant und wir mussten uns das aus der Nähe ansehen.

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Das Vichtbachtal ist ein Traum für Wanderer und geschichtlich bekommt man auch etwas geboten. Der Rückweg nach diesem beeindruckenden Stopp am Westwall führt dann aber mehr oder weniger durch den Ort bis zum Bahnhof. Das ist ok, aber der eindeutige schönere Abschnitt ist die erste Hälfte. So oder so ist dieser Wanderweg eine spannende kleine Rund, um sich mal für 2 Stunden die Beine zu vertreten.

Wanderung Nummer Zwei startet und endet in Simmerath/Bickerath und ist wirklich kurz. Mit 3,6 km Länge ist er gerade mal mit einer Stunde angegeben. Wir sind den Weg entgegen des Uhrzeigersinnes gegangen und über geteerte Wege wandert man in einer Gegend, die uns sehr an das hohe Venn erinnert haben. Die Kall fließt zur Linken und überall ist Wasser angestaut, was auch dem Biber anzurechnen ist, denn es gibt doch einige Bissspuren. Fichten stehen abgestorben im Wasser, es sieht nach Moorlandschaft und Wollgras aus und das Wasser ist braun und schäumt etwas, wie im hohen Venn.

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Nach ca. 2/3 des Weges kommt man dann an den Westwall, ebenfalls eine fünfzügige Höckerlinie und was hier wirklich toll ist, man biegt links ab und wandert auf dem äußersten Rand der Panzersperre entlang.

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Das ist wirklich imposant, die Höcker sind mit Moos überzogen, Bäume wachsen in den Lücken dazwischen. Die Natur holt sich alles zurück und an einigen Stellen kann man sogar sehen, wie dick die Betonschicht ist bzw. der Stahl im Beton. Wir haben fingerdicke Moniereisen gesehen und eine Betonstärke von ca. 1 m gemessen. Über diese Rahmenkonstruktion zu wandern gibt einem einen anderen Blickwinkel auf die Geschehnisse 1944 und man fragt sich automatisch, ob und wie man hier verteidigt hat und was sich hier abgespielt hat. Es macht nachdenklich, denn man ist hier irgendwie sehr nah dran.

Simmerath

Dieses letzte Drittel ist das Schönste, obwohl der Weg auch sonst seine Highlights hat und bestimmt zu jeder Jahreszeit  ein kleiner Geheimtipp ist.

Neue App: movival – Aktiv gegen Krebs

1. März 2020

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movival ist eine Gesundheits-App und soll aktiv gegen Krebs unterstützen. Natürlich hat eine App keine heilende Funktion, sie fungiert eher als eine Art Coach, als Motivator.

Es steht mittlerweile ja außer Frage, ob sich Bewegung positiv auf Geist und Körper auswirkt. Krebs ist ein Thema, dass jeden treffen kann, von daher ist es wichtig und richtig, dass sich Bewegung in freier Natur als Primär-, Sekundär- und Tertiär-Prävention anbietet – viele Studien beweisen das. Bewegung erhöht bei einer Krebserkrankung die Wahrscheinlichkeit, den Krebs zu überstehen, denn Bewegung steigert die Vitalität, Energie und damit das körperliche Befinden, kurz, die Lebensqualität während der Therapie. Bewegung ist der Schlüssel.

Das sagt movial zu seiner App: Die movival® Medical App ist die erste digitale Anwendung, die auf wissenschaftlichen Erkenntnissen bei konkreten Krankheitsbildern basiert und als medizinisches Produkt zertifiziert ist. Sie bietet eine hohe fachliche Expertise und ermöglicht eine medizinisch exakt auswertbare Datendokumentation nach individuellem Bedarf. Damit können die Fachärzte Ihres Vertrauens Ihre gesundheitliche Entwicklung individueller nachverfolgen, Erkrankungen schneller erkennen und präventive Maßnahmen anpassen. Das hilft Krankheitskosten zu reduzieren und Gesundheit neu zu denken.

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Was muss man machen? Nach der Installation gibt man seine persönlichen Daten ein und das Grundprinzip lautet, dass man alle seine Aktivitäten mit Dauer eingibt. Dafür gibt es eine große Auswahl von A, wie Abspülen bis Z, wie Zaun anbringen, die alle eine gewisse Punktzahl bringen und wo wohl jeder etwas für sich findet. So, oder so ähnlich arbeiten wohl die meisten Gesundheits-Apps. Hier mehr über die Funktionen.

Aus den Daten bekommt man dann Übersichten zum täglichen Trainingsziel, Wochenergebnis, verbrauchte Kalorien, häufigsten Aktivitäten etc. Außerdem gibt es Auszeichnungen, die man bekommt, wenn man eine Hürde genommen hat und die einen noch mal motivieren sollen. Bei mir funktioniert so etwas. Es gibt auch Anbindungen zu Fitness-Uhren, aktuell scheinbar nur zu fitbit, eine größere Auswahl wäre nett. Auch gibt es keine Verbindung zu anderen Apps, wie Komoot, Strava oder Health.

Neben dem Bewegungsziel bekommt man aber, anhand der eigenen Aktivitäten, eine verbesserte Überlebenschance in Prozent angezeigt.

Die App ist erst mal kostenfrei und man kann dann zwei Wochen lang testen, ob diese App etwas für einen ist, egal, ob an Krebs erkrankt oder einfach nur, um sich und seinem Körper etwas Gutes zu tun.

Empfehlenswert? Ich sage ja, denn die App unterstützt, visualisiert und motiviert. Am Ende des Tages ist es aber egal, was man nutzt, solange man in Bewegung bleibt. Mein Motto ist ja auch “Bleib fit, werde gesund”.

Fit durch den Winter

30. November 2019

Die eigentliche Bike-Saison ist jetzt Ende November fast durch. Es gibt zwar immer wieder schöne Tage aber die Wetterlage ist dann doch eher schlecht. Jetzt ist also genau die Zeit, in der man sich überlegt, wie man durch den Winter und die dunkle Jahreszeit kommt.

Wintertraining ist wohl eine Frage des Typs, denn ob Durchfahrer, Alternativsportler oder Studiobesucher, das Wichtigste beim Wintertraining ist im Endeffekt, dass man sich kontinuierlich bewegt und es ohne Erkältung bis ins Frühjahr schafft.

Doch was tun? Ein Ausgleichssport muss her, damit die mühsam aufgebaute Fitness nicht verloren geht. Schwimmen, Laufen, Skilanglauf, Fitnesstraining, Ballspiele – all diese Disziplinen machen Biker fit und gleichen muskuläre Disbalancen aus.

Jeder mag bei all den Möglichkeiten für sich das Beste finden und ich kann auch nur für mich sprechen. Ich fahre im Winter sicherlich weniger, höre aber nicht ganz auf und mache es von den Temperaturen und den Bedingungen abhängig. Mit allen Mitteln versuche ich zu vermeiden, dass ich mich, bedingt durch Unterkühlung, erkälte oder bei Schnee und Eis stürze und mich verletze. Beides würde mich zu weit zurückwerfen, von daher – clever sein und nicht fahren um jeden Preis.

snowride001Was ist also mein Rezept? Biken, wenn es geht, es macht ja auch Spaß sich einzusauen, wenn man drunter warm und trocken bleibt. Mein zweiter Part ist das Fitnessstudio, wo ich auf Kardio setze und Krafttraining. Ausdauertraining und eine „neuere“ Form des Trainings, das E-Gym. Unter E-Gym verstehe ich computergesteuerte Maschinen, die helfen, die Übungen sauber und richtig auszuführen. Hier werden in verschiedenen Trainingsplänen verschiedene Programme durchlaufen. Diese sind beispielsweise im Plan „Allgemeine Fitness“ dann Regulär-, Adaptiv-, Negativ- und Schnellkrafttraining, die jede 6 Trainingseinheiten hat. Dabei sind, je nach Programm, Gewicht, Dauer, Wiederholungen und Geschwindigkeit unterschiedlich. Bei zwei Trainingseinheiten/Woche bin ich 12 Wochen damit beschäftigt, was wirklich fordert.

Dieses personalisiertes Fitness- und Krafttraining kann ich nur empfehlen, denn mein Trainingsplan wurde speziell auf meine körperlichen Voraussetzungen, Ziele und Fortschritte ausgerichtet.

Egal, wofür man sich entscheidet, Alternativsportarten im Winter mit aufzunehmen hat Vorteile. Der für mich größte Vorteil ist der, dass damit die Muskelgruppen des Oberkörpers beansprucht werden, also die, die beim Biken sonst eher vernachlässigt werden, da Sie größtenteils statische Haltearbeit verrichten.

Bei all dem Training sollte man aber auch nicht vergessen, manchmal ist weniger mehr und eine Pause von allem mit Entspannung und Ruhe, braucht der Körper auch.

Ab aufs Rad, Integration bedeutet mehr als Sprache

10. März 2019

IMG_0298Das Projekt nennt sich “Statt Flucht – ankommen in der Natur” und seit 2016 gab es dazu über 600 Teilnehmer in mehr als 30 Seminaren.

Wir durften an einem der Seminare teilhaben und die Gruppe zusammen mit dem Betreuerteam begleiten. Bei Integration denken viele zuerst an die Sprache und Übermittlung deutscher Werte. Was aber den wenigsten bewusst ist, ist, dass geflüchtete Menschen unserem Verständnis von Natur nicht unbedingt folgen können. Manch einer aus der Gruppe kennt vielleicht keinen Wald, weil es in seinem Heimatland so etwas nicht gibt und wenn doch, dann ist Wald gefährlich wegen der wilden Tiere. Baden in einem See, wie unserem Rursee, wagen die jungen Menschen zu Beginn nicht, denn zu Hause hat man ihnen von klein auf beigebracht, dass es dort Krokodile gibt.

Wir wollten mit der Gruppe, also 7 Jungen und einem Mädchen, alle um die 20 Jahre alt das Thema Fahrrad fahren aufgreifen und Regeln, Fahrtechnik, eine Ausfahrt und Pflege vermitteln. Die Frage war jetzt, wie sieht der Lehrplan aus, können alle überhaupt Rad fahren? Sind Begriffe aus der StVo bekannt, wie ist die Mentalität und welche Rolle spielen Trauma und Flucht?

Es war gut, sich im Vorfeld Gedanken zu machen aber die Theorie mit Verkehrsschildern, Regeln und was macht ein verkehrssicheres Fahrrad aus, war dann doch sehr entspannt. Die Gruppe war neugierig, die Sprachkenntnisse gut und wenn doch eine Vokabel fehlte, wurde einfach umschrieben, was man meinte – kurz, die Stimmung war gut.

Fahren konnten auch alle und man musste die jungen Wilden schon sehr im Auge behalten, als es zum Fahrtechnik-Training ging. Schön zu sehen, wie übergreifend Spaß das Fahrradfahren machte, eines der Dinge, die sprachunabhängig funktionieren.

So ging der Tag vorbei, zusammen trainieren, zusammen essen, zusammen durch die Umgebung fahren und abschließend zusammen die Räder putzen.

Das war 2018 und in der Kirchenzeitung für das Bistum Aachen – Ausgabe Heinsberg wurde darüber berichtet.

Wir freuen uns, dass es 2019 weiter geht und wir wieder mit unserem Fahrrad-Programm an den Seminaren dabei sein können.

Wenn Gäste mit wirklich großen Gruppen kommen

3. Oktober 2018

… dann ist das für jeden eine besondere Herausforderung. Wir durften uns dem stellen, denn ein international tätiges Trading-Unternehmen hat den Weg in die Eifel gefunden, genauer gesagt ins Resort Eifeler Tor nach Heimbach.

Das betreuende Event-Unternehmen suchte also Partner, um 320 Teilnehmer gleichzeitig in Outdoor-Aktivitäten zu betreuen. 85 dieser Teilnehmer durften wir von FTB-Adventures dann betreuen und es war ein wirklich gelungener Tag. Auch der Wettergott hat alles gegeben und so durften wir uns über blauen Himmel und Sonne freuen.

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Von einer kleinen Zeltstadt auf dem Parkplatz sind dann alle Gruppen gestartet, wir hatten diese Teams:

  • 2 Wandergruppen mit je einem Guide
  • 2 GPS-Rallye Gruppen mit je einem Guide – wir hatten eine spannende Runde vorbereitet
  • 1 Mountainbikegruppe mit zwei Guides – Mountainbikes und E-Bikes haben wir dafür auch organisiert

Es ist wunderbar, wenn nicht nur alles reibungslos klappt, sondern die Gäste auch Spaß haben und den Tag und die Aktion genießen. Wir freuen uns, dass wir an diesem Event teilnehmen durften und zu einem Gesamterfolg beitragen konnten.

Politische Bildung im Hürtgenwald

24. Juni 2018

Manch einer denkt, die Geschehnisse im Hürtgenwald in den Jahren 1944/45 wären nur für Veteranen oder prinzipiell ältere Generationen interessant. Wer so denkt, der irrt sich allerdings, denn fast jede Altersgruppe dürfen wir zu unseren Gästen zählen.

Neben den privaten Gästen gehört auch immer wieder die Bundeswehr zu den Gruppen, die den Weg in die Eifel finden. Als politische Bildung ist eine Wanderung auf den originalen Schauplätzen eine gute Möglichkeit, mehr über die Geschichte zu erfahren.

Manchmal rückt die Gruppe in Tarnanzügen an, manchmal auch in Zivil und auf unseren Touren erfahren wir dann auch immer etwas über die Einschätzungen heutiger Offiziere, die die Geschehnisse dann mit über 70 Jahren Abstand bewerten.

Die letzte Gruppe durften wir zu den Bunkern im Buhlert führen, entlang auf dem ca. 9km langen Westwallweg. Der Weg beginnt in Simonskall und hier könnte man auch den einzigen erhaltenen Sanitätsbunker in NRW besichtigen. Danach führt der Weg bergauf zum ersten Bunker vom Regelbau Typ 10, der ist aber gesprengt und nicht begehbar. Es folgen zwei Aussichtspunkte mit Blick auf das Kalltal und das ehemalige Kampfgebiet am Ochsenkopf.

Regelbau Typ 10   Regelbau Typ 10

Im weiteren Verlauf sind wir dann zu den intakten Bunkern gekommen, ein weiterer vom Typ 10, der sogar begehbar ist und hier kann man sich eine Vorstellung davon machen, sich in dieser Enge zu verteidigen. Ein Weiterer vom gleichen Typ folgt und etwas weiter östlich liegt der Bunker 135, ein MG-Schartenstand, der einzige erhaltene Regelbau Typ 23 in diesem Gebiet. Der letzte Stopp auf dem Weg war dann noch der Bunker 139/40, ein Regelbau Typ 11, die wohl größte erhaltene Anlage im Buhlert.

Regelbau Typ 23

An dieser Stelle war der Wendepunkt und es ging wieder runter ins Tal und kurz vor Simonskall trifft man dann auf die letzte Sehenswürdigkeit, einen Telefonanschlusspunkt. Dieser ist nicht sofort als solcher zu erkennen, er spielte aber eine wichtige Rolle, denn während die Amerikaner große Kommunikationsprobleme hatten, konnten sich die Deutschen an dieser Stelle direkt in das deutsche Netz einwählen.

Nach ca. 4 Stunden war unsere Gruppe dann wieder zurück in Simonskall. Die Kameraden legten ja ein zügiges Tempo vor und bergauf wurde einem richtig warm. Zum Glück brannte nicht die Sonne, es war sogar optimales Wanderwetter und so war das ein richtig guter Tag. Es ist immer spannend, mit Soldaten unterwegs zu sein, die einen ganz anderen Blickwinkel haben und diese Vielfallt, die die Gäste mitbringen, machen solche Touren jedes Mal besonders.

Termine für Juni 2018

3. Juni 2018

Unsere Termine zu den Themen History Guide Führungen, Fahrtechnik, GPS- Rallyes und MTB-Touren  im Monat Juni sind jetzt online. Anmeldungen und Details finden Sie auf unserer Webseite www.FTB-Adventures.de

Rückfragen und Anmeldungen unter kontakt@ftb-adventures.de oder telefonisch unter 02427 – 456667.

Wir freuen uns auf Sie als unsere Gäste… kommen Sie doch vorbei und melden Sie sich an.

Unser Ladenlokal finden Sie hier:

Zülpicher Str. 15

52385 Nideggen, direkt am Zülpicher Tor

 

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