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Wanderungen am und zum Westwall

20. Dezember 2020

Der Westwall, ein Monument aus vergangenen Tagen und bei uns in der Eifel doch so präsent. Mit Eifel meine ich den Hürtgenwald bzw. den Süden von Aachen, wo die Reste der Siegfried Linie noch vielerorts zu sehen sind. Stumme Zeitzeugen einer 630km langen Befestigungsanlage, beginnend in Kleve am Niederrhein bis kurz vor Basel an der schweizer Grenze. Bei Aachen kann man sogar zwei Linien des Westwalles sehen, die Scharnhorstlinie und die Schillinie und viele Kilometer Panzersperren, also die Höckerlinien oder auch “Drachenzähne” genannt. 167 km Panzersperren gab es und nach über 80 Jahren seit Baubeginn üben diese Höcker eine magische Anziehungskraft aus.

Wen wundert es, dass es dann so einige Wanderwege auf bzw. zum Westwall gibt und zwei möchte ich heute vorstellen. Beide gehören zu den sogenannten “Kommunale Schätze”, außergewöhnliche Orte im Nationalpark Nordeifel.

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Die erste Wanderung startet in Roetgen am Bahnhof, der Ort, an dem die amerikanischen Truppen 1944 zum ersten Mal den Fuß auf deutschen Boden gesetzt haben. Wir sind den Weg im Uhrzeigersinn gegangen, also erst mal parallel zum Eifelsteig und dieses Stück des 5,5km langen Weges ist wirklich sehr schön mit wunderschönen Ausblicken über Roetgen. Es gibt leider keine eigene Wegmarkierung aber anhand er Karte lässt sich der Weg gut finden. Nach ungefähr der Hälfte des Weges kommt man endlich zum Westwall, einer fünfzügigen Höckerlinie.  Hier sieht man eine aufwändige Konstruktion, die man in NRW nur in Roetgen findet. Die Panzersperre überquert, wie eine Brücke, den Vichtbach und steigt danach in den Münsterwald an. Dieser Anblick ist äußerst imposant und wir mussten uns das aus der Nähe ansehen.

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Das Vichtbachtal ist ein Traum für Wanderer und geschichtlich bekommt man auch etwas geboten. Der Rückweg nach diesem beeindruckenden Stopp am Westwall führt dann aber mehr oder weniger durch den Ort bis zum Bahnhof. Das ist ok, aber der eindeutige schönere Abschnitt ist die erste Hälfte. So oder so ist dieser Wanderweg eine spannende kleine Rund, um sich mal für 2 Stunden die Beine zu vertreten.

Wanderung Nummer Zwei startet und endet in Simmerath/Bickerath und ist wirklich kurz. Mit 3,6 km Länge ist er gerade mal mit einer Stunde angegeben. Wir sind den Weg entgegen des Uhrzeigersinnes gegangen und über geteerte Wege wandert man in einer Gegend, die uns sehr an das hohe Venn erinnert haben. Die Kall fließt zur Linken und überall ist Wasser angestaut, was auch dem Biber anzurechnen ist, denn es gibt doch einige Bissspuren. Fichten stehen abgestorben im Wasser, es sieht nach Moorlandschaft und Wollgras aus und das Wasser ist braun und schäumt etwas, wie im hohen Venn.

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Nach ca. 2/3 des Weges kommt man dann an den Westwall, ebenfalls eine fünfzügige Höckerlinie und was hier wirklich toll ist, man biegt links ab und wandert auf dem äußersten Rand der Panzersperre entlang.

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Das ist wirklich imposant, die Höcker sind mit Moos überzogen, Bäume wachsen in den Lücken dazwischen. Die Natur holt sich alles zurück und an einigen Stellen kann man sogar sehen, wie dick die Betonschicht ist bzw. der Stahl im Beton. Wir haben fingerdicke Moniereisen gesehen und eine Betonstärke von ca. 1 m gemessen. Über diese Rahmenkonstruktion zu wandern gibt einem einen anderen Blickwinkel auf die Geschehnisse 1944 und man fragt sich automatisch, ob und wie man hier verteidigt hat und was sich hier abgespielt hat. Es macht nachdenklich, denn man ist hier irgendwie sehr nah dran.

Simmerath

Dieses letzte Drittel ist das Schönste, obwohl der Weg auch sonst seine Highlights hat und bestimmt zu jeder Jahreszeit  ein kleiner Geheimtipp ist.

Neue App: movival – Aktiv gegen Krebs

1. März 2020

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movival ist eine Gesundheits-App und soll aktiv gegen Krebs unterstützen. Natürlich hat eine App keine heilende Funktion, sie fungiert eher als eine Art Coach, als Motivator.

Es steht mittlerweile ja außer Frage, ob sich Bewegung positiv auf Geist und Körper auswirkt. Krebs ist ein Thema, dass jeden treffen kann, von daher ist es wichtig und richtig, dass sich Bewegung in freier Natur als Primär-, Sekundär- und Tertiär-Prävention anbietet – viele Studien beweisen das. Bewegung erhöht bei einer Krebserkrankung die Wahrscheinlichkeit, den Krebs zu überstehen, denn Bewegung steigert die Vitalität, Energie und damit das körperliche Befinden, kurz, die Lebensqualität während der Therapie. Bewegung ist der Schlüssel.

Das sagt movial zu seiner App: Die movival® Medical App ist die erste digitale Anwendung, die auf wissenschaftlichen Erkenntnissen bei konkreten Krankheitsbildern basiert und als medizinisches Produkt zertifiziert ist. Sie bietet eine hohe fachliche Expertise und ermöglicht eine medizinisch exakt auswertbare Datendokumentation nach individuellem Bedarf. Damit können die Fachärzte Ihres Vertrauens Ihre gesundheitliche Entwicklung individueller nachverfolgen, Erkrankungen schneller erkennen und präventive Maßnahmen anpassen. Das hilft Krankheitskosten zu reduzieren und Gesundheit neu zu denken.

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Was muss man machen? Nach der Installation gibt man seine persönlichen Daten ein und das Grundprinzip lautet, dass man alle seine Aktivitäten mit Dauer eingibt. Dafür gibt es eine große Auswahl von A, wie Abspülen bis Z, wie Zaun anbringen, die alle eine gewisse Punktzahl bringen und wo wohl jeder etwas für sich findet. So, oder so ähnlich arbeiten wohl die meisten Gesundheits-Apps. Hier mehr über die Funktionen.

Aus den Daten bekommt man dann Übersichten zum täglichen Trainingsziel, Wochenergebnis, verbrauchte Kalorien, häufigsten Aktivitäten etc. Außerdem gibt es Auszeichnungen, die man bekommt, wenn man eine Hürde genommen hat und die einen noch mal motivieren sollen. Bei mir funktioniert so etwas. Es gibt auch Anbindungen zu Fitness-Uhren, aktuell scheinbar nur zu fitbit, eine größere Auswahl wäre nett. Auch gibt es keine Verbindung zu anderen Apps, wie Komoot, Strava oder Health.

Neben dem Bewegungsziel bekommt man aber, anhand der eigenen Aktivitäten, eine verbesserte Überlebenschance in Prozent angezeigt.

Die App ist erst mal kostenfrei und man kann dann zwei Wochen lang testen, ob diese App etwas für einen ist, egal, ob an Krebs erkrankt oder einfach nur, um sich und seinem Körper etwas Gutes zu tun.

Empfehlenswert? Ich sage ja, denn die App unterstützt, visualisiert und motiviert. Am Ende des Tages ist es aber egal, was man nutzt, solange man in Bewegung bleibt. Mein Motto ist ja auch “Bleib fit, werde gesund”.

Fit durch den Winter

30. November 2019

Die eigentliche Bike-Saison ist jetzt Ende November fast durch. Es gibt zwar immer wieder schöne Tage aber die Wetterlage ist dann doch eher schlecht. Jetzt ist also genau die Zeit, in der man sich überlegt, wie man durch den Winter und die dunkle Jahreszeit kommt.

Wintertraining ist wohl eine Frage des Typs, denn ob Durchfahrer, Alternativsportler oder Studiobesucher, das Wichtigste beim Wintertraining ist im Endeffekt, dass man sich kontinuierlich bewegt und es ohne Erkältung bis ins Frühjahr schafft.

Doch was tun? Ein Ausgleichssport muss her, damit die mühsam aufgebaute Fitness nicht verloren geht. Schwimmen, Laufen, Skilanglauf, Fitnesstraining, Ballspiele – all diese Disziplinen machen Biker fit und gleichen muskuläre Disbalancen aus.

Jeder mag bei all den Möglichkeiten für sich das Beste finden und ich kann auch nur für mich sprechen. Ich fahre im Winter sicherlich weniger, höre aber nicht ganz auf und mache es von den Temperaturen und den Bedingungen abhängig. Mit allen Mitteln versuche ich zu vermeiden, dass ich mich, bedingt durch Unterkühlung, erkälte oder bei Schnee und Eis stürze und mich verletze. Beides würde mich zu weit zurückwerfen, von daher – clever sein und nicht fahren um jeden Preis.

snowride001Was ist also mein Rezept? Biken, wenn es geht, es macht ja auch Spaß sich einzusauen, wenn man drunter warm und trocken bleibt. Mein zweiter Part ist das Fitnessstudio, wo ich auf Kardio setze und Krafttraining. Ausdauertraining und eine „neuere“ Form des Trainings, das E-Gym. Unter E-Gym verstehe ich computergesteuerte Maschinen, die helfen, die Übungen sauber und richtig auszuführen. Hier werden in verschiedenen Trainingsplänen verschiedene Programme durchlaufen. Diese sind beispielsweise im Plan „Allgemeine Fitness“ dann Regulär-, Adaptiv-, Negativ- und Schnellkrafttraining, die jede 6 Trainingseinheiten hat. Dabei sind, je nach Programm, Gewicht, Dauer, Wiederholungen und Geschwindigkeit unterschiedlich. Bei zwei Trainingseinheiten/Woche bin ich 12 Wochen damit beschäftigt, was wirklich fordert.

Dieses personalisiertes Fitness- und Krafttraining kann ich nur empfehlen, denn mein Trainingsplan wurde speziell auf meine körperlichen Voraussetzungen, Ziele und Fortschritte ausgerichtet.

Egal, wofür man sich entscheidet, Alternativsportarten im Winter mit aufzunehmen hat Vorteile. Der für mich größte Vorteil ist der, dass damit die Muskelgruppen des Oberkörpers beansprucht werden, also die, die beim Biken sonst eher vernachlässigt werden, da Sie größtenteils statische Haltearbeit verrichten.

Bei all dem Training sollte man aber auch nicht vergessen, manchmal ist weniger mehr und eine Pause von allem mit Entspannung und Ruhe, braucht der Körper auch.

Ab aufs Rad, Integration bedeutet mehr als Sprache

10. März 2019

IMG_0298Das Projekt nennt sich “Statt Flucht – ankommen in der Natur” und seit 2016 gab es dazu über 600 Teilnehmer in mehr als 30 Seminaren.

Wir durften an einem der Seminare teilhaben und die Gruppe zusammen mit dem Betreuerteam begleiten. Bei Integration denken viele zuerst an die Sprache und Übermittlung deutscher Werte. Was aber den wenigsten bewusst ist, ist, dass geflüchtete Menschen unserem Verständnis von Natur nicht unbedingt folgen können. Manch einer aus der Gruppe kennt vielleicht keinen Wald, weil es in seinem Heimatland so etwas nicht gibt und wenn doch, dann ist Wald gefährlich wegen der wilden Tiere. Baden in einem See, wie unserem Rursee, wagen die jungen Menschen zu Beginn nicht, denn zu Hause hat man ihnen von klein auf beigebracht, dass es dort Krokodile gibt.

Wir wollten mit der Gruppe, also 7 Jungen und einem Mädchen, alle um die 20 Jahre alt das Thema Fahrrad fahren aufgreifen und Regeln, Fahrtechnik, eine Ausfahrt und Pflege vermitteln. Die Frage war jetzt, wie sieht der Lehrplan aus, können alle überhaupt Rad fahren? Sind Begriffe aus der StVo bekannt, wie ist die Mentalität und welche Rolle spielen Trauma und Flucht?

Es war gut, sich im Vorfeld Gedanken zu machen aber die Theorie mit Verkehrsschildern, Regeln und was macht ein verkehrssicheres Fahrrad aus, war dann doch sehr entspannt. Die Gruppe war neugierig, die Sprachkenntnisse gut und wenn doch eine Vokabel fehlte, wurde einfach umschrieben, was man meinte – kurz, die Stimmung war gut.

Fahren konnten auch alle und man musste die jungen Wilden schon sehr im Auge behalten, als es zum Fahrtechnik-Training ging. Schön zu sehen, wie übergreifend Spaß das Fahrradfahren machte, eines der Dinge, die sprachunabhängig funktionieren.

So ging der Tag vorbei, zusammen trainieren, zusammen essen, zusammen durch die Umgebung fahren und abschließend zusammen die Räder putzen.

Das war 2018 und in der Kirchenzeitung für das Bistum Aachen – Ausgabe Heinsberg wurde darüber berichtet.

Wir freuen uns, dass es 2019 weiter geht und wir wieder mit unserem Fahrrad-Programm an den Seminaren dabei sein können.

Wenn Gäste mit wirklich großen Gruppen kommen

3. Oktober 2018

… dann ist das für jeden eine besondere Herausforderung. Wir durften uns dem stellen, denn ein international tätiges Trading-Unternehmen hat den Weg in die Eifel gefunden, genauer gesagt ins Resort Eifeler Tor nach Heimbach.

Das betreuende Event-Unternehmen suchte also Partner, um 320 Teilnehmer gleichzeitig in Outdoor-Aktivitäten zu betreuen. 85 dieser Teilnehmer durften wir von FTB-Adventures dann betreuen und es war ein wirklich gelungener Tag. Auch der Wettergott hat alles gegeben und so durften wir uns über blauen Himmel und Sonne freuen.

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Von einer kleinen Zeltstadt auf dem Parkplatz sind dann alle Gruppen gestartet, wir hatten diese Teams:

  • 2 Wandergruppen mit je einem Guide
  • 2 GPS-Rallye Gruppen mit je einem Guide – wir hatten eine spannende Runde vorbereitet
  • 1 Mountainbikegruppe mit zwei Guides – Mountainbikes und E-Bikes haben wir dafür auch organisiert

Es ist wunderbar, wenn nicht nur alles reibungslos klappt, sondern die Gäste auch Spaß haben und den Tag und die Aktion genießen. Wir freuen uns, dass wir an diesem Event teilnehmen durften und zu einem Gesamterfolg beitragen konnten.

Politische Bildung im Hürtgenwald

24. Juni 2018

Manch einer denkt, die Geschehnisse im Hürtgenwald in den Jahren 1944/45 wären nur für Veteranen oder prinzipiell ältere Generationen interessant. Wer so denkt, der irrt sich allerdings, denn fast jede Altersgruppe dürfen wir zu unseren Gästen zählen.

Neben den privaten Gästen gehört auch immer wieder die Bundeswehr zu den Gruppen, die den Weg in die Eifel finden. Als politische Bildung ist eine Wanderung auf den originalen Schauplätzen eine gute Möglichkeit, mehr über die Geschichte zu erfahren.

Manchmal rückt die Gruppe in Tarnanzügen an, manchmal auch in Zivil und auf unseren Touren erfahren wir dann auch immer etwas über die Einschätzungen heutiger Offiziere, die die Geschehnisse dann mit über 70 Jahren Abstand bewerten.

Die letzte Gruppe durften wir zu den Bunkern im Buhlert führen, entlang auf dem ca. 9km langen Westwallweg. Der Weg beginnt in Simonskall und hier könnte man auch den einzigen erhaltenen Sanitätsbunker in NRW besichtigen. Danach führt der Weg bergauf zum ersten Bunker vom Regelbau Typ 10, der ist aber gesprengt und nicht begehbar. Es folgen zwei Aussichtspunkte mit Blick auf das Kalltal und das ehemalige Kampfgebiet am Ochsenkopf.

Regelbau Typ 10   Regelbau Typ 10

Im weiteren Verlauf sind wir dann zu den intakten Bunkern gekommen, ein weiterer vom Typ 10, der sogar begehbar ist und hier kann man sich eine Vorstellung davon machen, sich in dieser Enge zu verteidigen. Ein Weiterer vom gleichen Typ folgt und etwas weiter östlich liegt der Bunker 135, ein MG-Schartenstand, der einzige erhaltene Regelbau Typ 23 in diesem Gebiet. Der letzte Stopp auf dem Weg war dann noch der Bunker 139/40, ein Regelbau Typ 11, die wohl größte erhaltene Anlage im Buhlert.

Regelbau Typ 23

An dieser Stelle war der Wendepunkt und es ging wieder runter ins Tal und kurz vor Simonskall trifft man dann auf die letzte Sehenswürdigkeit, einen Telefonanschlusspunkt. Dieser ist nicht sofort als solcher zu erkennen, er spielte aber eine wichtige Rolle, denn während die Amerikaner große Kommunikationsprobleme hatten, konnten sich die Deutschen an dieser Stelle direkt in das deutsche Netz einwählen.

Nach ca. 4 Stunden war unsere Gruppe dann wieder zurück in Simonskall. Die Kameraden legten ja ein zügiges Tempo vor und bergauf wurde einem richtig warm. Zum Glück brannte nicht die Sonne, es war sogar optimales Wanderwetter und so war das ein richtig guter Tag. Es ist immer spannend, mit Soldaten unterwegs zu sein, die einen ganz anderen Blickwinkel haben und diese Vielfallt, die die Gäste mitbringen, machen solche Touren jedes Mal besonders.

Termine für Juni 2018

3. Juni 2018

Unsere Termine zu den Themen History Guide Führungen, Fahrtechnik, GPS- Rallyes und MTB-Touren  im Monat Juni sind jetzt online. Anmeldungen und Details finden Sie auf unserer Webseite www.FTB-Adventures.de

Rückfragen und Anmeldungen unter kontakt@ftb-adventures.de oder telefonisch unter 02427 – 456667.

Wir freuen uns auf Sie als unsere Gäste… kommen Sie doch vorbei und melden Sie sich an.

Unser Ladenlokal finden Sie hier:

Zülpicher Str. 15

52385 Nideggen, direkt am Zülpicher Tor

 

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Testbericht Buff, Original Pack Run Cap Flash Logo

29. Oktober 2017

Viele verbinden mit der Marke Buff in erster Linie die Schlauchtücher mit ihren vielfältigen Einsatzmöglichkeiten. Buff bedeutet aber deutlich mehr. Neben verschiedensten Schals, Mützen, Wüstenkappen, Bandanas, Stirnbändern etc. gibt es auch sogenannte Lauf-Kappen.

Ich habe also so eine Buff Lauf-Kappe, ebenfalls mit High UV-Protection zum Testen bekommen, genauer gesagt die „Original Pack Run Cap Flash Logo“, eine ultraleichte und faltbare Laufkappe.

Buff, Original Pack Run Cap Flash LogoDas erste, was einem auffällt, ist das nicht vorhandene Gewicht. Diese Kappe hat gerade mal 30 g Eigengewicht und gehört damit zu den Leichtgewichten. Sie lässt sich super zusammenfalten ohne dabei die Form zu verlieren. Das ist mehr als praktisch und sie ist damit sehr leicht verstaubar, auch in kleinen Taschen.

 

 

Atmungsaktiv und UV-Schutz

Durch das sogenannte Fast Wick-X+-Material wird Feuchtigkeit schneller als bei herkömmlichen Mützen zur Verdunstung freigegeben. Das eingebaute Schweißband im Inneren aus dem gleichen Stoff schafft ein ausgezeichnetes Schweißmanagement. So hat man länger ein trockenes Gefühl am Kopf. Hier darf man aber auch keine Wunder erwarten, bei Menschen, die viel schwitzen, ist jeder Funktionsstoff irgendwann überlastet. Zusätzlich bietet der Stoff einen durchschnittlichen Lichtschutzfaktor von 98 %. Auch hier ist gerade für Männer mit hoher Stirn die Gefahr, einen Sonnenbrand zu bekommen, nicht zu unterschätzen.

Sicherheit durch Reflektion

Da man auch oft im Dunkeln oder bei Dämmerung unterwegs ist, steigert das reflektierende Buff-Logo auf jeden Fall die Sichtbarkeit in der Dunkelheit.

Passform

Die Mütze schmiegt sich hervorragend an den Kopf an. Durch den verstellbaren Kordelzug passt sie sich optimal an die Kopfgröße an.

Geruchsbildung

Schweiß riecht ja bekanntlich, doch Dank der Silberionen-Technologie dieser Kappe, die das Bakterienwachstum stark reduziert, ist Schweißgeruch kein Thema.

Materialzusammensetzung

57 % Polyester, 35 % Polyurethan und 8 % Elasthan

Fazit

Ich bin immer wieder von Buff begeistert. Design, Verarbeitung und die hohe Funktionalität überzeugen mich immer wieder. Diese Kappe ist optimal zum Laufen oder, um sie unter dem Helm beim Biken zu tragen. Gerade das Gewicht, den Tragekomfort und den UV-Schutz für den Kopf finde ich sehr wichtig und das in Kombination mit der Formstabilität beim Falten.

Testbericht Buff-Tuch Solid Greenery

18. Oktober 2017

IMG_2091Wenn die Sonne von oben brennt und das gab es dieses Jahr doch das ein oder andere Mal, dann wäre ein geeigneter Sonnenschutz schon hilfreich. Eine Kappe habe ich schon längst abgenommen, der Hitzestau wird einfach zu groß. Den jetzt zu erwartenden Sonnenbrand nehme ich damit in Kauf, doch warum eigentlich? Mit dem passenden Buff gibt es eine Alternative.

Ich habe also ein Buff-Tuch mit High UV-Protection und Coolmax – Funktionalität zum Testen bekommen, genauer gesagt das „Solid Greenery“, ein leichtes, nahtloses und atmungsaktives Schlauchtuch.

Jeder hat irgendwie ein Bufftuch, denn die Multifunktionalität der Tücher steckt im High-Tech Polyester. Der Stoff ist extrem dünn, weshalb man die Schlauchtücher auch problemlos unter einem Fahrradhelm tragen kann. Besser geeignet sind zum Biken zwar die „Helmet-Liner“ aber prinzipiell geht das. So ein Buff kann man auch sehr klein zusammenfalten oder knüllen und damit passt es in fast jede Tasche.

Der UV-Schutz steckt im Stoff, der ultraviolette Strahlung nur minimal durchlässt (5%) und daher, als Kopftuch verwendet, einen effektiven UV-Schutz bietet. Zusätzlich bietet dieses Material aber auch eine kühlende und trocknende Wirkung (Coolmax®).

So ein Buff-Tuch kann also wärmen, gegen Kälte und Wind schützen und auch einen wirksamen UV-Schutz bieten und das ganze in allen möglichen bunten Farben und Designs.

Fazit:

Zum Biken habe ich das Tuch jetzt nicht genutzt aber zum Wandern. An sehr sonnigen Tagen war ich froh, es gehabt zu haben, besonders wegen des UV-Schutzes. Gerade für Männer, die mehr Gesicht haben als Haare, kann starke Sonneneinstrahlung schon unangenehm sein und zu Überhitzung und Sonnenbrand führen. Dank des Solid Greenery blieb ich zumindest davon verschont. Mir lief trotzdem der Schweiß und Gesicht und das sogenannte Schweißmanagement hat das nicht ändern können, was auch definitiv eine Frage der Menge ist. Dafür trocknet so ein Buff-Tuch aber extrem schnell in der Sonne, sodass ich nach einer Pause eigentlich immer ein wieder trockenes Tuch anziehen konnte.

Die Vielfalt finde ich sehr gut und es gibt für die verschiedensten Anwendungen und Temperaturbereiche das passende Buff.

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Ein großer Vorteil für mich sind die Möglichkeiten, so ein Buff-Tuch zu wickeln und zu tragen. Als Hals- oder Kopftuch, Stirnband oder zur Kapuze hochgezogenes, den Nacken wärmendes Schlauchtuch gefallen mir die vielfältigen Möglichkeiten und das in Kombination mit einem, wie mir scheint, immer wichtiger werdenden UV-Schutz. Die UV-Strahlung wird, so empfinde ich es zumindest, immer stärker und daher wird ein entsprechender Schutz immer wichtiger.

Für den Winter teste ich vielleicht mal eine Mützenvariante, aus Merinowolle, also was kuscheliges, denn auch hier ist eine hohe Stirn eher kälteempfindlich.

Plattfuß in the middle of nowhere

20. September 2017

Es kann ja immer mal passieren, dass man sich einen Platten fährt. Der eine wird öfters heimgesucht, der andere eher selten. Es sind nicht nur Dornen, Glas etc., es kann auch an zu niedrigem Luftdruck liegen, was zu einem Durchschlag führen kann.

Ich selber gehöre zu den Bikern, die wenig mit platten Reifen zu tun haben. Vielleicht ist es das Regenschirmprinzip, denn wenn man einen Schirm dabei hat, regnet es nicht aber wehe, man vergisst ihn.

So ist das auch mit Werkzeug. Normalerweise habe ich immer Ersatzteile und Werkzeug dabei, bis auf diesen einen Tag im Spätsommer, einen Sonntag. Herrliches Wetter zog mich aufs Rad für eine Runde zum See und es wurde doch etwas weiter, als geplant. Erst noch den Berg rauf, über den Kamm und dann einen alten Schmugglerpfad runter durch den Wald. Ein schneller Weg, technisch durchaus anspruchsvoll, denn voller Wurzeln, Steine und andern Hindernissen. Hier muss man schon konzentriert sein und wissen, was man tut und dann ging plötzlich dieser Ruck durchs Rad. Der letzte Stein ist durchgeschlagen, das Hinterrad sehr spontan platt und in der Abfahrt das eiernde Bike sicher zum Stehen zu kriegen – ist auch kein Spaß.

Da stand ich jetzt, mitten im Wald an einem Sonntag Spätnachmittag, Rad platt und nichts dabei. Doch, eine Luftpumpe hatte ich und das war es dann auch schon. Mist, bis nach Hause waren es locker 20km, die nächste Ortschaft zwar nicht weit, doch sonntags ist da nichts offen. Meine Optionen waren begrenzt, denn um die Uhrzeit waren auch nicht wirklich viele Menschen mehr unterwegs. Zu Hause anrufen wäre gegangen, aber der nächste Punkt zum Treffen war auch wieder weiter weg. Reparieren konnte ich also nicht, schieben wollte ich auch nicht, es blieb also vielleicht noch eine Möglichkeit.

Vor kurzem erzählte man mir von genau dieser Situation, Reifen platt, nichts dabei und keiner in der Nähe, der helfen kann. Der ultimative Plan lautete für diesen Fall, den Mantel mit Gras ausstopfen, dass soll angeblich soweit reichen, um damit wenigstens nach Hause zu kommen. Wenn einem sonst nicht viel bleibt, dann versucht man auch solche Ideen. Was soll ich sagen, wer schon mal versucht hat, den Mantel ohne Werkzeug von der Felge zu bekommen, weiß, dass das nur schwer möglich ist. Irgendwie habe ich das aber geschafft und fing dann an, um mich herum Gras zu sammeln und in den Mantel zu stopfen. Wieviel muss denn da rein? Ich hatte keine Ahnung und habe alles, was ich finden konnte reingepresst, bevor der zweite große Akt kam, den Mantel wieder auf die Felge zu hebeln. Auch das klappte irgendwann, dann alles wieder zusammenbauen und testen.

Gras zur Reparatur  Gras zur Reparatur

Ein kurzes schnelles Fazit: das hat nicht funktioniert. Die ersten Meter scheint das zwar mit spürbar mehr Kraftaufwand eine Möglichkeit zu sein aber lange hält das nicht an. Das frische Gras wird schnell plattgedrückt und sammelt sich gepresst an bestimmten Stellen, sodass es zwar feste Stellen im Mantel gibt, danach aber richtig große Lücken folgen. Ist also nicht fahrbar also doch nach Hause schieben. Schade, vielleicht hätte trockeneres Material wie Stoh besser funktioniert.

Das einzige was auf dem Weg nach Hause funktioniert hat, war die Solidarität unter Bikern. Ich habe Frank getroffen, einen Mountain-Biker auf dem Heimweg und er hat mich gerettet, mit allem, was er hatte. Zuerst haben wir mit seinem Werkzeug den Mantel wieder runtergeholt und später beim Aufziehen die Heber kaputt gemacht. Er hat sich fast totgelacht, als wir diesen grünen Wurm aus Gras aus meinem Hinterrad befreit hatten und mit seinem Ersatzschlauch und seiner Druckluftkartusche war ich dann schnell wieder fahrbereit. Haben wollte er nichts dafür.

Ich habe auch schon Bikern mit Problemen meinen Schlauch geschenkt, trotzdem ist das nicht selbstverständlich. Frank, ich danke dir, man sieht sich immer zwei mal.

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