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Die Eifel und ihre Burgen – Burg Nideggen

8. Februar 2010

Die Eifel und ihre Burgen – eine Reise in die Vergangenheit

Teil 5: Die Burg Nideggen

Der Graf von Jülich, Wilhelm II. ließ von 1177 bis 1191 die Burg Nideggen erbauen, die bis zum 15. Jahrhundert die Residenz der Jülicher Grafen blieb. Hierbei handelt es sich um eine rechteckige Anlage, die hoch über dem Rurtal auf mächtigen Sandsteinfelsen thront. Der älteste Teil dieses mächtigen und imposanten Wahrzeichens der Stadt Nideggen ist der Bergfried. Nach fast völliger Zerstörung um 1200 und anschließendem Wiederaufbau wurde die Burg um 1340 um den wohl bedeutendsten gotischen Saalbau der Rheinprovinz erweitert. Wegen seiner Größe (61 m x 16 m) war der doppelstöckige „Palas“ mit seinen fast 1000 m² nur vergleichbar mit dem Kaisersaal in Aachen und dem Kölner Gürzenich. Neben der Größe dieses Fest- und Rittersaals war der Einsatz von Buntglas in den oberen Hälften der großen Kreuzfenster ein weiteres Symbol für die Macht und den Reichtum der Burgherren.

Burg Nideggen Das alte Pförtnerhaus

Der Bergfried mit Burgenmuseum  Der Bergfried

In der Zeit der Grafen von Jülich weilten erlauchte Gefangene auf der Burg Nideggen, wie Herzog Ludwig von Bayern (um 1240) sowie die Kölner Erzbischöfe Konrad von Hochstaden und Engelbert II. von Falkenburg.

Graf Gerhard von Jülich verlieh Nideggen am Weihnachtstag im Jahr 1313 die Stadtrechte. Nideggen und seine Burg erlebten ihre Blütezeit.

Der Pallas mit Blick auf den Westturm Die großen Kreuzfenster

Die Burg und die Stadt Nideggen wurden im Laufe der Geschichte mehrfach zerstört und abgebrannt. 1542 durch kaiserliche Artillerie und 1689 erneut durch Erbfolgekriege während dessen Stadt und Burg neben der Zerstörung auch Plünderung und Feuer erfuhren. Als wenn das nicht genug gewesen wäre, kamen 1755 und 1878 noch Erdbeben dazu.

Das DuerenerTor in NideggenDas ZülpischerTor in Nideggen

Während der Bombenangriffe des 2. Weltkrieges wurde die Stadt Nideggen zu 89% zerstört und anschließend, ab Mitte der 50er Jahre, wurde damit begonnen, die romanische Pfarrkirche innerhalb des Burgfleckens, die Zugangstore zum Burggelände sowie einige Gebäude zumindest teilweise wieder aufzubauen.

 

Seit 1979 gibt es auch wieder ein Burgenmuseum, das durch seine Ausstellungen einen wunderbaren Einblick in das Leben zur Zeit des Mittelalters gewährt und zusätzlich viele Veranstaltungen anbietet.

Öffnungszeiten des Burgenmuseums:

10.00 – 17.00 Uhr (außer Montag)

Siehe auch www.burgenmuseum-nideggen.de

Nideggen ist nicht nur wegen seiner Burg und dem Museum bis über die Grenzen hinaus bekannt. Es bietet als „Tor zur Eifel“ auch viele Möglichkeiten, sich aktiv zu erholen. Neben den vielen ausgeschilderten Wanderwegen, kann man hier an den Felsen auch klettern. Man sollte sich aber auf jeden Fall vorher informieren und sich an die Freigaben bzw. Sperrungen der diversen Felsen halten.

Ein weiteres jährliches Highlight sind die Festspiele auf der Burg Nideggen. Hier wird von Show bis Kultur, von Musik bis zu Kabarett alles geboten. Weitere Infos finden Sie auch unter www.festspieleburgnideggen.de

Anfahrt zur Burg Nideggen
Anfahrt zur Burg Nideggen

Adresse:

52385 Nideggen

Internet: www.Nideggen.net

 

Freuen Sie sich auf die kommende Woche, wenn wir über die Burg Satzvey berichten.

Vorherige Berichte:

Teil 1: Die Wildenburg finden Sie hier.

Teil 2: Die Burg Reifferscheid finden Sie hier.

Teil 3: Die Burg Monschau finden Sie hier.

Teil 4: Die Burg Hengebach in Heimbach finden Sie hier.

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One Comment leave one →
  1. Annemie und Gerhard permalink
    12. Februar 2010 11:27

    Nun habe ich wiedermal etwas dazugelernt.Wir haben eine wunderschöne Heimat und wissen sehr wenig darüber.
    Mam

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