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West Highland Way – Serie: Etappe 7

17. Mai 2010

7. Etappe, Kinlochleven bis Fort Williams, 22,8 km

Wer in Kinlochleven zu sehr ins schottische Glas geschaut hat, wird bei dieser letzten Etappe schwer kämpfen müssen. Zwar verläuft der Weg meist auf alten Militärstraßen, auf denen man gut voran kommt, die ersten 6 km geht es aber stetig steil bergauf. Nachdem man den Pass überwunden hat geht es bis zum See “Lochan Lunn Da Bhra” abwärts und hier gibt es nur zwei alte Ruinen, die bei schlechtem Wetter Schutz bieten. Diese kargen Täler sind trotz allem sehr beeindruckend und man kann sich gut vorstellen, wie schwer das Leben in dieser Region war.

Lochan Lunn Da Bra ist ein kleiner, schöner See, von dem in einer alten Überlieferung berichtet wird, dass er die Wohnstätte eine Furcht erregenden Untiers sei, das Weidevieh raubt und mit sich in den See nimmt.

Blick zurück nach Kinlochleven Die zwei Ruinen

Die letzten 11 km führen fast ausschließlich durch Wälder runter ins Tal Glen Nevis. Auf diesem letzten Stück erwarten einen keine anspruchsvollen Abschnitte mehr, die letzten Kilometer lassen sich sehr gut gehen, außerdem werden einem immer wieder grandiose Blicke auf den höchsten Berg Großbritanniens geboten, Ben Nevis.

Ben NevisZeil erreicht

Fort Williams – Die Stadt hat sich um eine 1650 durch Cromwell unter dem Namen Fort Inverlochy gegründete Festung entwickelt und wurde 1690 durch William III. in Fort William umbenannt. Hier lässt es sich aushalten, man kann einheimische Whiskysorten probieren, in der Stadt bummeln oder mit dem Boot auf dem Loch Linnhe fahren. Boot fahren bedeutet einen Kutter oder ein Schnellboot zu nehmen, je nachdem, was man mag. Hier gibt es auch sonst noch einiges zu entdecken, z.B. einen Aufstieg zum Ben Nevis.

Wie wär es mit einer Schnellbootfahrt?

Den Ben Nevis zu besteigen ist nicht ganz ungefährlich. Hier kann sehr schnell das Wetter umschlagen und es wird dann empfindlich kalt. Schon manchen Touristen musste man mit dem Hubschrauber retten, wenn er in Latschen und kurzer Hose im Schnee und Nebel festhing.

Weg zum Ben Nevis Aufstieg über einen alten Ponypfad

Halbzeit auf dem Weg zum Gipfel

Wir haben und gegen einen Aufstieg bis zum Hauptgipfel entschieden, es war aber interessant zu beobachten, mit welcher Ausrüstung die Wanderer zum Teil in Richtung Gipfel unterwegs waren. Für uns war es ausreichend bei dieser Tour nur bis zur Hälfte zu klettern, außerdem versprach das Wetter keine Fernsicht von ganz oben. Der Aufstieg war auch so sehr anstrengend und auch von diesem Plateau hatte man einen unglaublichen Ausblick.

Ben Nevis war ein toller Abschluss dieser Wanderung, auch wenn wir nicht aus 1.344 m Höhe auf ganz Großbritannien blicken konnten.

Kinlochleven bis Fort Williams

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Das war unsere Serie über den West Highland Way, einer der schönsten Fernwanderwege Schottlands.

Vorherige Berichte:

Vorbericht: Ankündigung der Serie und Infos zum West Highland Way finden Sie hier.

Etappe 1: Von Milngavie bis Drymen finden Sie hier.

Etappe 2: Von Drymen bis Rowardennan finden Sie hier.

Etappe 3: Von Rowardennan bis Inverarnan finden Sie hier.

Etappe 4: Von Inverarnan bis Tyndrum finden Sie hier.

Etappe 5: Von Tyndrum bis Kingshouse Hotel finden Sie hier.

Etappe 6: Von Kingshouse Hotel bis Kinlochleven finden Die hier.

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2 Kommentare leave one →
  1. 16. Oktober 2012 10:30

    Toller Bericht! Wir waren letztes Jahr auch in Schottland. haben in Fort-William 4 Tage übernachtet und dann jeden Tag sind wir gewandert. Es war eine schöne Zeit aber sooo was von feucht! 3 tage haben meine arme Socken gebraucht zu trocknen 🙂
    Ich habe auch Infos zu meiner Reise auf meinen Blog: https://sarahsoutdoorwelt.wordpress.com/

    LG
    Sarah

    • 16. Oktober 2012 12:07

      Ich weiss genau, was du meinst. Schottland ist wunderschön und ich bin immer gerne dort. Das Wetter ist wechselhaft aber darauf muss man vorbereitet sein und sein wir doch mal ehrlich, mit den richtigen Klamotten ist ein guter schottischer Regen eine coole Sache ;-). Das Glen Coe bei regenverhangenen Bergen hat einen irren Reiz und besitzt eine Art Magie. Steht man dann oben on Top of the Devils Staircase hat man einen tollen Blick auf diese einmalige Landschaft. Michael

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