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Nothilfeplaketten im Nationalpark

14. Januar 2011

Kann man sich in der Eifel verlaufen? Wohl eher weniger, obwohl wir auch schon Wanderer getroffen haben, die nur mit einem Ausdruck von Google unterwegs waren, auf dem man kaum seine Position bestimmen konnte. Normalerweise ist das Wegenetz für Wanderer und andere Natur begeisterte sehr gut ausgeschildert, sodass es eher selten vorkommen wird, dass jemand sich verirrt. Doch was ist bei extrem schlechten Wetter, wie Nebel oder Schnee und wenn dann noch die Dunkelheit dazu kommt, kann man sich doch plötzlich in einer brenzligen Situation befinden.

Auch besteht immer wieder die Gefahr von gesundheitlichen Problemen oder dass man sich verletzt hat. Gerade Mountainbiker können davon ein Liedchen singen. Man ist unterwegs in bekanntem und unbekanntem Gelände und plötzlich passiert es, ein Sturz. Gründe dafür gibt es reichlich und man landet Hals über Kopf im Gebüsch. Wenn man Glück hat, geht die Sache glimpflich aus. Wenn nicht, was dann?

Diejenigen, die ein Handy dabei haben können Hilfe rufen, immer vorausgesetzt, man weiß, wo man ist. Zeit, das ist es, was die Helfer brauchen, sobald ein Notruf eingeht aber um einen Verletzten schnellstmöglich zu retten, muss der Unfallort bekannt sein.

Um diese wertvolle Zeit zu sparen und um die Rettung derer zu verbessern, die in Not geraten sind, wurden im Sommer 2010 von der Nationalparkleitung 550 sogenannte Nothilfeplaketten auf die Pfosten der Wegweiser des Wanderwegenetzes im Nationalpark Nordeifel angebracht, davon alleine 50 Stück auf dem Gelände von Vogelsang.

Die Plaketten enthalten eine vierstellige Standortnummer, die die Rettungshilfe mit einem GPS-Navigationsgerät sofort orten kann. Diese Plaketten sind gut sichtbar angebracht, mit rotem Rand und dem Emblem des Roten Kreuz im Kreis Euskirchen versehen. Zusätzlich ist die Notrufnummer 112 und das Wort Notruf in 4 Sprachen mit aufgedruckt. Auf den zur Benutzung freigegebenen Wegen im Nationalpark ist man laut Nationalpark-Verwaltung nirgendwo weiter als 300 m von der nächsten Tafel entfernt.


Ein einfaches und geniales System, dass hoffentlich bald im ganzen Kreis Schule machen wird.

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