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Elektromountainbike, ja, nein, vielleicht, oder nur, um zur Arbeit zu fahren

2. Mai 2012

HaibikeMehr und mehr kann man sie sehen, E-Bikes, Pedelecs oder was sich sonst noch mit einem Elektromotor antreiben lässt. Seit ein paar Jahren gewinnen Fahrräder mit Elektroantrieb mehr und mehr Ansehen und auch Popularität.

Das ist von der Seite natürlich gut, dass immer mehr Menschen darüber nachdenken, doch gewisse Strecken doch mit dem Fahrrad zu bewältigen anstelle des Autos. Besonders interessant ist es für Arbeitnehmer, die gerne zur Arbeit mit dem Rad fahren würden, es aber bisher immer gemieden haben, da man unweigerlich ins Schwitzen gerät und das weder für einen persönlich noch für die Kollegen angenehm ist. Nur wenige haben den Luxus, in der Firma vor Arbeitsantritt duschen zu können.

Hier ist ein Fahrrad mit Elektromotor eine echte Alternative, da mittlerweile die Reichweite der Akkus auch groß genug ist um hin zu kommen und, wenn ein Laden Vorort nicht möglich ist, auch wieder zurück nach Hause.
Dazu kommt, dass die heutigen Räder auch nicht mehr wie Seniorenräder aussehen, sonder wie echte Sportgeräte. So gibt es also Mountainbikes und Tourenräder, die sich durchaus sehen lassen können.
Ich verfolge den Werdegang schon seit ein paar Jahren, besonders auf Messen wie der Cycolonia und war daher gespannt und wollte immer mal ein Mountainbike mit Elektroantrieb fahren. Genau das habe ich gemacht und als Testkandidat habe ich das eQ XDURO RC von der Firma HAIBIKE gefahren.

Technische Daten

  • Motor: Bosch Mittelmotor 36 Volt, 250 Watt
    Akku: Lithium Ionen 8 Ah, 36 Volt, 288 Wh
    Gabel: Rock Shox Recon Silver Air, PopLoc, Federung: Luft, Dämpfung: Öl, Federweg: 100mm
    Schaltwerk: Shimano SLX M663 Shadow, 10-Gang

Rahmen: Aluminium 6061, hydroforced tubes, reversed angle Bosch-Interface
Bremsen: Magura MT Custom, hydraulische Scheibenbremse, 180mm Disc

Gewicht: 19,9 kg

Das eQ XDURO RC ist auf 25km/h begrenzt, heißt, bis zu dieser Geschwindigkeit kann man sich von dem Motor unterstützen lassen. Alles, was darüber hinaus geht, muss mit Muskelkraft geschehen. Gäbe es keine Begrenzung, bräuchte das Rad eine Kennzeichen. Es gibt verschiedene Modi, die man fahren kann, Eco, Tour, Sport und Speed. Innerhalb dieser Modi kann man dann noch mal festlegen, mit wie viel Watt der Motor helfen soll. Natürlich ist man geneigt, sofort auf Speed zu stellen und die größtmögliche Unterstützung zu wählen, was natürlich die max. Reichweite entsprechend runter setzt. Ein 75 kg Fahrer, der Eco fährt und kaum Steigungen erwartet, soll fast 100 km weit kommen. Das sind natürlich immer optimale Bedingungen, die in der Eifel schwer zu erreichen sind.

Mein Frage war ja, kann ich mit dem Bike zur Arbeit fahren, ohne verschwitzt anzukommen. Also habe ich meine 95 kg aufs Rad geschwungen und bin ca. 25 – 30 kg weit gefahren. Dabei habe ich relativ viel gerade Strecke gehabt aber auch einen 5 km Anstieg mit ca. 10%. Man darf das Schalten nicht vergessen und man muss sich ein paar Kilometer mit den verschiedensten Modi und Unterstützungen zurecht finden, danach macht es aber richtig Spaß. Den 250 Watt Motor spürt man gut und das Fahren ist so recht entspannt. Man muss immer mit treten, damit der Motor unterstützt, einen Gasgriff o. ä. gibt es nicht. Als geübter Fahrradfahrer erreicht man allerdings schnell die Marke über 25 km/h und dann merkt man auch schnell die fast 20 Kg Gewicht, im Gegenzug schieben diese 20 kg auch bergab wieder ganz ordentlich.

Richtig spannend wurde es dann im Berg, denn diese 5 km kommt man normalerweise nicht unverschwitzt hoch. Hier schon, im richtigen Gang war es ganz einfach und ohne größere Mühen zu schaffen. Ich war echt erstaunt, wie viel das ausmacht. Der Akku geht dabei zwar gut in die Knie, hat mich aber nie im Stich gelassen.

Fazit:

Eine gute Testfahrt, die gezeigt hat, dass es durchaus Alternativen zum Auto gibt und wer da an ein E-Bike denkt, den kann ich nur unterstützen. Man kann durchaus eine Arbeitsstätte in 30 km Entfernung erreichen und kommt nicht verschwitzt an. Es ist allerdings so, dass man alleine durch die Bewegung schon warm bekommt, ein Deo würde ich also trotzdem mitnehmen.

Technisch gesehen ist das eQ XDURO RC ein solides Fahrrad mit ordentlicher Ausstattung. Der Motor ist nicht zu tief angebracht und lässt genug Bodenfreiheit. Außerdem treibt er die Kurbelwelle direkt an und nicht über ein weiteres Zahnrad die Kette.

Mittlerweile soll es auch schon Akkus mit größerer Amperezahl geben, was die Wh (Watt/Stunde) wieder erhöht.

Kaufempfehlung?

Ja, das eQ XDURO RC ist ein gutes Bike, mit dem ich persönlich auch zur Arbeit fahren würde. Dann würde ich allerdings andere Mäntel aufziehen um den Rollwiderstand zu verringern. Im Gelände lässt sich damit wenigstens an den schnelleren und stärkeren Freunden im Berg dran bleiben. Ob es dauerhaft im Gelände das Richtige ist, muss jeder selber entscheiden. Ich denke jedenfalls, lieber etwas für die Gesundheit tun und dann auch mit elektrischer Unterstützung als gar nichts.

Als Händlerempfehlung kann ich z. B. Fahrrad Schuster in Kreuzau nennen, hier wird man als Kunde kompetent beraten.

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