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Testbericht, Thermopads, so bleiben Zehen warm, oder ?

31. Oktober 2012

Zehenwaermer Die Hauptfahrradsaison ist mit Ende Oktober fast vorbei aber heute war optimales Wetter. Stahlblauer Himmel, allerdings zeigt das Außenthermometer nur 1.7°C an. Scheint frisch zu werden, immerhin haben wir Plusgrade. Gefahren wird trotzdem, aber ich wollte verhindern, dass mir nach zwei Stunden die gefrorenen Zehen abfallen, also wollte ich die Zehenwärmer der Fa. Thermopad ausprobieren. Hier wird eine maximale Temperatur von 45°C bzw. eine durchschnittliche Temperatur von 37°C  versprochen und das über eine Dauer von bis zu 6 Stunden. Das sollte eigentlich reichen um wenigstens einigermaßen temperierte Füße zu haben. Um die Leistungsfähigkeit ganz neutral bewerten zu können, habe ich an diesem Tag auch auf Überschuhe verzichtet. Ich wollte wissen, was diese Thermopads so leisten können.

Das hier sind die Angaben des Herstellers:

Thermopad Produktinfo.

Zusammensetzung
Thermopads bestehen aus einer Mischung natürlicher Stoffe: Eisenpulver, Salz, Aktivkohle, Wasser und Vermiculit*. Diese Mischung wird von einem weichen Flies umgeben, die den Eintritt von Sauerstoff ermöglicht. In Verbindung mit Sauerstoff erwärmt sich das Eisenpulver. Thermopads sind so beschaffen, dass gleich nach dem Öffnen des luftdichten Beutels je nach Artikel zwischen 5 und 12 Stunden Wärme generiert wird.

* Vermiculit ist ein eher selten vorkommendes Mineral aus der Mineralklasse der Silikate und der Ordnung der Schichtsilikate. Es gehört somit zu den Tonmineralen, die durch ihre Ionenaustauschfähigkeit maßgeblich zur Bodenfruchtbarkeit beitragen.

Aufbau der Wärmekissen
Die Temperatur und Wärmedauer der jeweiligen Thermopad-Aktivkohlewärmer wird durch verschiedene Variablen gesteuert. So kann die Belüftung, Menge und Mischung der Bestandteile variiert werden. Die Feinheit und Art des Eisengranulats, des aktivierten Carbons, des Wasserpuffers sowie die übrigen Bestandteile sind für die jeweiligen Qualitätsmerkmale der verschiedenen Wärmertypen verantwortlich.

Fazit

Zehenwaermer aufgeklebt Ich habe mich also an die Vorgaben gehalten, habe die Zehenwärmer aus der Verpackung genommen, die Schutzfolie entfernt und auf die Strümpfe bzw. meine Fußsohle geklebt. Da ja Sauerstoff wichtig ist, habe ich die Schuhe nicht direkt angezogen, sondern bin noch rumgelaufen und meine Sachen gepackt. 10 Minuten später dann die Schuhe und los. Fast zwei Stunden bin ich dann bei diesen Temperaturen durch die Eifel gefahren, habe aber versucht, das die Füße nicht nass werden. Ich wollte ja wissen, wie gut die Thermopads bei normalem Fahrtwind die Füße warm halten. Als ich zurück kam waren es immerhin schon 4,5°C.

Positives

– Einfaches Handling, Verpackung auf, Folie ab und aufkleben

– viele Anwendungsmöglichkeiten

Negatives

Nach zwei Stunden Fahrt kam ich zurück und … hatte eiskalte Füße, leider. Habe ich was falsch gemacht? Ich glaube nicht, funktioniert hat es  jedenfalls nicht. Ich habe mich an die Vorgaben gehalten, um die Aktivierung zu gewährleisten, abgelaufen war mein Testobjekt auch nicht. Meine Füße waren jedenfalls kalt und das Pad auch. Es hat leider keine nennenswerte Erwärmung gegeben

Empfehlung?

Leider nein. Ich war wirklich zuversichtlich und hatte gehofft, etwas gefunden zu haben, was meine Füße im Winter warm hält. Da es nicht mal annähernd warm wurde, sehe ich mich wohl nicht als Dauerkunde.

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4 Kommentare leave one →
  1. Chris permalink
    20. November 2012 15:45

    Guter Testbericht, danke. Ich nutze die Wärmer selbst beim Mountainbiken und da funktionieren sie echt gut. Dürfen allerdings nicht nass werden. Die Sohlenwärmer sind noch besser von der Wärmeleistung her. Ich habe die Wärmer von „Thermopad“ selbst noch nicht benutzt, sondern die von „Heatpaxx“, die sind günstiger und anscheinend auch besser.

  2. Paul permalink
    19. Januar 2013 11:49

    Hallo. Also ich hab alle getestet. Es gibt wohl drei Anbieter. Obwohl ich die Teile auch schon bei Rossmann gefunden hab. Jedenfalls find ich Thermopad und Only hot die Besten. Die Heat sind zu dick und lange nicht so warm. Bin fast jeden Tag auf dem Rennrad unterwegs. Außer wenn´s schneit 🙂 Ich nutze mittlerweile nur noch Thermopads. Hatte aber auch das Problem, dass die mal nicht warm wurden. Hab da angerufen und anscheinend funzt es tatsächlich nicht, wenn´s nass ist und wenn´s unter Null Grad im Schuh hat. Die haben mir dann gut isolierte Schuhe und ggf. ne Alusohle empfohlen. Isolierung wirkt wunder. Hab seither keine Probleme mehr.

    • Peter permalink
      15. Februar 2015 17:03

      unter der Fußsohle aufgeklebt haben die Zehenwärmer längst nicht die Wirkung, als wenn man sie oben auf den Zehen plaziert. Vorausgesetzt man hat eine gut isolierende Schuhsohle. Da kann auch die Auskühlung durch den Fahrtwind kein Unheil anrichten. Bei mir Funktioniert das sehr gut. (getestet im Sauerland bei 0 – 3,5°C)

      • 16. Februar 2015 19:41

        Hallo Peter, Danke für den Kommentar, ich werde diese Variante auch mal testen.

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