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Brauerei Comedy, das ist doch mal was ganz anderes

6. März 2013

Es ist Samstag Morgen, 10:00 Uhr irgendwo im Ahrtal. “Last uns rein gehen und ein Halbes trinken”, so war die Aufforderung nach einer kurzen Begrüßung. Daraufhin setzten sich ca. 45 Mann und zwei Frauen in Bewegung und noch bevor es 12:00 Uhr war, sollte ich mein drittes Bier getrunken haben. Was war hier geschehen?

Ahrweiler ist ein kleiner beschaulicher Ort im Ahrtal und ein Stadtteil von Bad-Neuenahr mit einer vollständig erhaltenen Stadtfestung. Die Stadtmauer zieht sich kreisförmig um die Stadt und besitzt vier Stadttore, ein wirklich schönes Ziel, um am Wochenende einen Braukurs zu besuchen, denn genau das habe ich gemacht. Um es vorweg zu sagen, es war definitiv keine normale Brauereiführung mit Bierprobe und jeder Menge fachlicher Informationen. Nein, ganz Braukurs mal anders im Gegenteil. In 5 Stunden wurden hier zwar die grundlegenden Basics zum Bierbrauen vermittelt, aber das auf eine Art und Weise, die ich so nicht erwartet habe. Der Vortragende war ein Braumeister und hat das Thema auf eine Comedy-Art rüber gebracht, die wirklich Spaß gemacht hat. Ich habe selten so viel gelacht und gleichzeitig was dabei gelernt. Es war auch kein einfacher Vortrag, bei dem alle da saßen und ihr Bier tranken, denn wir wurden aktiv eingebunden und haben die einzelnen Fertigungsschritte praktisch nachgemacht. Es wurde Maische angerührt, geläutert und gefiltert, bis aus einer süßen Brühe mit bitterem Beigeschmack etwas Bierähnliches wurde, was man dann nach weiteren 20 Tagen wirklich hätte trinken können. Ja, hier war alles dabei und wir haben einiges über Gerste, Malz, Hefe, Hopfen und den ganzen Prozess gelernt. Dabei hieß es immer, “alles, was ihr nicht trinkt, ist mein Gewinn”, also Getränke inklusive und ein Mittagessen ebenso.

So sieht Maische aus

Hier wurde z.B. die Maische unter Rühren auf 62° erwärmt, bevor sie wieder mit einem anderen Teil zusammengeschüttet wird. Das war aber nur ein Teil des Vorganges und jede Gruppe hat den eigenen Topf bearbeitet. Coole Sache und im Nachhinein ist Bierbrauen grundsätzlich nicht wirklich schwer. Mit der Anleitung, die wir alle bekommen haben, kann man überlegen, es mal selber zu versuchen.

 

Wie beschreibt man einen Kurs, der wie eine Comedy-Show präsentiert wird? Ich würde sagen, man beginnt damit: kommt bloß nicht mit dem Auto. Der Braumeister hat in seiner lustiger und witzigen Art und Weise Geschichten und Anekdoten erzählt, über das Bier im allgemeinen und das 1 x 1 des Brauens. Es erinnerte mich ein wenig an Mario Barth, an den derben Humor und die Art, die Story zu erzählen. Gleichzeitig war das Niveau aber auch oft wie bei Volker Pispers. Es war also wirklich lustig und absolut kurzweilig  und die Stimmung war dementsprechend, allerdings ist die Männerquote extrem hoch. Die meist wenigen Frauen sollten daher nicht zimperlich sein.

 Gemeinsames Rühren und Brauen Originale Brauanlage im Keller

Zum Abschluss konnten wir noch einen Blick in den Keller werfen, wo noch eine komplette Brauanlage stand. Das rundete den Tag ab, der wirklich toll und unterhaltsam war. Wer Lust hat und sich auch mal dafür interessiert, kann unter www.Braukurs-comedy.com lesen und buchen. Ich für meinen Teil gehe jetzt Gerste schroten und dann… mal sehen. Prost.

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