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FAQs zum Thema MTB, sind Dampfstrahler zum Putzen ein Problem?

30. Januar 2014

Mein Hochdruckreiniger Bei diesem Thema scheiden sich die Geister aber letztlich gibt es nur ein Ja oder Nein. Dampfstrahler oder Hochdruckstrahler scheinen ideal zu sein, um sein verdrecktes Bike schnell zu reinigen. Ich weiß selber, in der Realität findet man an Bikeparks, nach Rennen oder bei anderen Bikeveranstaltungen diese Reinigungsgeräte und viele sind froh darum, denn wer möchte schon sein dreckiges Bike ins Auto packen. Die Frage, die sich aber stellt ist, darf ich diese Geräte benutzen oder sollte ich es lieber lassen? Bikehersteller sprechen eine ganz klare Empfehlung aus: Das Bike nicht mit Hochdruckreinigern zu waschen. Ist das jetzt eine sinnvolle Empfehlung?

Ich selber habe auch einen Hochdruckreiniger und beziehe hiermit Stellung – Weder mein Bike noch mein Motorrad würde und werde ich je mit einem Dampfstrahler reinigen.

Die Hochdruckdüse Warum? Hochdruckreiniger heißen so, weil an der Waschdüse Wasser mit hohem Druck zu einem Strahl gebündelt wird, bei meinem Model wird der 

Arbeitsdruck angegeben mit 11 MPa

das sind schlappe 110 Bar. Jetzt stelle man sich vor, dieser punktuelle Druck trifft empfindliche Teile, wie Lager, Bremsen oder Schaltung. Hochwertige Industrielager besitzen zwar eine gute Dichtung, dennoch gelangen mit der Zeit Wasser und feiner Staub in die Lager und führen zu Verschleiß. Durch den Einsatz des Dampfstrahlers beschleunigen Sie diesen Prozess. Mit dem Wasserstrahl blase ich also Wasser in die Lager, in die Bremsen oder kann sogar sensible Teile beschädigen. Der Druck ist groß genug, Teile abzureißen, zu verbiegen oder bei Lackschäden die Farbe weiter zu lösen. All das kann passieren und mir ist mein Bike einfach zu wertvoll dafür. Der allgemeine Tipp lautet zwar immer, den Strahler nicht direkt auf die Lager oder andere teile zu halten, allerdings ist das kein echter Schutz und der ursprünglich Nutzen des Dampfstrahlers ist auch nicht mehr da.

Mein Fazit und ein gut gemeinter Tipp:

Finger weg von Hochdruckreinigern. Bikes brauchen Pflege, darum putze ich nach einer schlammigen Tour meistens wenigstens eine Stunde an meinem Fully. Zum Reinigen sprühe ich mein Bike mit einem Haushaltsputzmittel ein, das Schmutz und Fette beseitigt. Mit warmen Wasser und einem Handfeger als Bürste wird das gute Stück wieder top sauber. Danach, und das ist wichtig, werden alle beweglichen Teile und natürlich ganz besonders die Kette wieder gefettet und geölt. Seit Jahren fahre ich gut damit.

3 Kommentare leave one →
  1. 30. April 2014 17:04

    Uff, und wir haben in unserem Hochdruckreiniger Test die Fahrradreinigung noch als „Reinigungsgebiet“ für Hochdruckreiniger angegeben….werde ich bald ändern. Sie haben völlig recht, das löst nur unnötig wichtige Fette und Schmierstoffe und kann u.U. empfindliche Teile beschädigen etc. Vielleicht ginge es noch, wenn man den Druck stark reduzieren könnte. Dann könnte man zumindest den Rahmen und die Reifen gezielt mit dem Reiniger „bearbeiten“, besonders interessant für Mountainbiker, deren Bike voll getrocknetem Schlamm ist. Der Mensch ist eben faul und möchte am liebsten alles maschinell bearbeiten;-) VG und einen schön Maitag, WaJo

  2. 9. März 2018 11:40

    Wie siehst Du es mit Autos? Würde meinen, dass die Materialien da ja etwas massiver sind, oder? Oder würdest Du hier den selbsen Ratschlag erteilen? Vielen Dank für Deine Meinung!

    • 9. März 2018 14:07

      Hallo Enrico, grundsätzlich sehe ich persönlich das beim Auto genauso. Große Karosserieteile, Felgen etc. sind meiner Meinung nach nicht anfällig, ich würde aber jedem davon abraten, den Strahl auf sensible oder zerbrechliche Teile zu richten. Dazu gehören auch die Bremsen und eben alles, was Dichtungen hat, wo Wasser in Hohlräume eindringen kann oder das Material dünn ist. Der Dampfstrahler kann einen sehr hohen Druck erzeugen, also sollte man mit Vorsicht und genügend Abstand arbeiten.

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